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Kunst und "Wißpergel" - 14.09.2010

Kunst auf der langen Bank - 09.09.2010

Kunstinitiative 2010 der IG Wißberg - 30.08.2010

Kunst und Kürbis - 13.10.2009

Verborgene Schätze - 14.09.2009

Neues Logo für Wißberg - 24.07.2009

Erlebniswelt soll entstehen - 18.06.2009

Kunst und Kreativität im Schatten des Bergs - 30.04.2009

Frühlingsfest der IG Wißberg - 12.05.2008

Bei Gartenschau vertreten - 18.04.2008

Ideen für eine "Erlebniswelt Wißberg" - 24.12.2007

Golfspielen neben dem Bauernmarkt - 16.10.2007

Herbstfest zwischen Kürbissen und Golfschlägern - 05.10.2007

Traumhafte Blicke über das Rebenland - 21.09.2007

Liberaler Rückenwind für Initiative - 01.06.2007

IG Wißberg zieht Bilanz - 07.03.2007

Den "Goldschatz" Wißberg heben - 06.06.2006

Gemeinsam den "Schatz" heben - 29.05.2006

Gründungsversammung am 29. Mai in Vendersheim - 06.05.2006

IG Wißberg entsteht - 06.05.2006



Kunst und "Wißpergel" - 14.09.2010

Allgemeine Zeitung Text: Bernhard Brühl

SYMPOSIUM Bildhauer kreieren Skulptur im Team

Schweißarbeiten von Ernst DemmerAufmerksam verfolgen Gäste die Schweißarbeiten von Ernst Demmer. Foto: hbz/Jörg Henkel

14.09.2009 - SPRENDLINGEN

Peter-Jürgen Lütgen überlegt: "Was könnte ich als Nase nehmen? Eine Mistgabel?" Ernst Demmer schüttelt den Kopf. "Nimm doch dieses Teil", sagt der Sprendlinger Künstler und hält ihm ein Stück Eisen, das tatsächlich die Form einer Nase hat, hin. Die beiden Künstler veranstalten im Rahmen der Kunstinitiative LandRaum Wißberg 2010 ein kleines Bildhauer-Symposium und sind gerade dabei, eine Punker-Assemblage herzustellen.

Ernst Demmer ist Ur-Sprendlinger, Landwirt, Sachen(er) finder, Kunstschweißer, Rostveredler und Schrottomane. Peter-Jürgen Lütgen kommt aus Hannover-Barsinghausen, ein ewig lernender Lehrer, "Metallliterat, konstruktivischer Umstrukteur und malender Imprositateur". Sie haben sich beide vorher nicht gekannt und waren doch sofort auf gleicher Wellenlänge. Die Scheune von Ernst Demmer ist eine riesige Fundgrube. Demmer hat hier alles mögliche für seine Kunstwerke gesammelt. Material genug, um gemeinsam den "Wißpergel" zu schaffen. Das Kunstwerk wurde nun auf der Via-Vinea unterhalb der Schutzhütte installiert. Was soll es darstellen? Es ist eine frei schwingende Plastik, die vielerlei Interpretationen ermöglicht. Es stellt aufplatzende Traubenpergel dar, sagen einige Kunstfreunde. Ortsbürgermeister Karl Heinz Weller interpretiert das Kunstwerk als Willkommensgruß für alle Gäste

Sicher ist nur eines: Das Kunstwerk wiegt sich im Wind wie eine Weinrebe oder Ähre. Originell - wie nicht anders zu erwarten - ist das verwendete Material. Ausgleichbehälter aus der Heizung symbolisieren die Weintrauben. Autofedern die Ranken der Weinberge. Zurück zum Punker. Er entsteht einfach so. Ernst habe ihm ein paar Dreiecke aus rostigem Eisen in die Hand gedrückt und gesagt: "Mach mal". Daraus ist dann ein Punker geworden. "Ach ja", sagt Peter-Jürgen Lütgen, Punker haben Ohrringe und Stirnbänder, mal schauen was in der Schatztruhe von Ernst Demmer passendes herumliegt. Am Sonntagmorgen stand der fertige Punker schon in der Ausstellung im Kunsttresor und war für 450 Euro zu erwerben.

Wie arbeiten solche Künstler und wie entstehen diese Kunstwerke? Das konnten im Vorfeld Schüler der IGS Gerhard Ertl und der Elisabethenschule erleben. Hautnah beobachteten sie die Entstehung des "Wißpergels" . Lütgen, das wurde in der Ausstellung im Kunsttresor deutlich, verwendet in seinen Werken nicht nur Eisen. Er arbeitet auch mit Glas, und er malt. Seine Spezialität: Chinatusche auf Reispapier. Demmer hingegen verarbeitet, was andere Leute wegwerfen. "In einem Acker bei Fürfeld habe ich Geschiebesteine eines Gletschers gefunden. Die Steine haben die Form eines Paarwecks." Klar, dass Demmer daraus ein Kunstwerk machte

Die Kunstinitiative LandRaum zeigte eindrucksvoll, welch künstlerisches Potential rund um den Wißberg vorhanden ist. Offene Ateliers in Sprendlingen, St. Johann sowie die Galerie unterm Maulbeerbaum in Badenheim waren dafür ebenfalls Beispiele.


Kunst auf der langen Bank - 09.09.2010

Allgemeine Zeitung (red/hof)

DISKUSSION Initiative "LandRaum" Wißberg organisiert Austausch / Programm zum Tag des offenen Denkmals

Kunst auf der langen BankÜber "Kunst auf der langen Bank" diskutierten auf Einladung der Kunstinitiative "LandRaum" über 30 Künstler. Foto: Robert Dieth

09.09.2010 - ST JOHANN

Unter dem vieldeutigen Titel "Kunst auf der langen Bank" hat die Kunstinitiative "LandRaum" Wißberg nach St. Johann zu einem Künstlertreffen mit Diskussion über die Wahrnehmung der Künstler im ländlichen Raum eingeladen. Über 30 Kunstinteressierte tauschten sich dabei über die Rolle der Kunst in der Region aus.

Dieser erste Meinungsaustausch im Hof von Iris Schröder und Robert Dieth war der Auftakt für fünf weitere Veranstaltungen am 10., 11. und 12. September, die als Beiträge zum Tag des offenen Denkmals unter Federführung des Künstler-Ehepaares Jutta und Jörg Baltes stattfinden. Damit soll erstmals und gemeinsam auf das künstlerische Potenzial der Region rund um den Wißberg aufmerksam gemacht werden. Staatssekretär a.D. Dr. Richard Auernheimer gab dieser Initiative mit seiner Vision für eine "Kunstinitiative LandRaum 2030", wichtige Impulse mit auf den Weg.

Am Freitag, 10. September, leiten Ernst Demmer und Peter Lüdgens ab 10 Uhr ein "kleines Bildhauer-Symposium". Beide Künstler geben Schulklassen und Interessierten die Gelegenheit, Bildhauern bei der Arbeit zuzuschauen. Veranstaltungsort ist gegenüber der Verbandsgemeindewerwaltung Sprendlingen in der Schulstraße auf dem Hofgelände von Ernst Demmer. Anmeldung für größere Gruppen: 0 67 01 / 82 88.

Am Samstag, 11. September, folgt um 15 Uhr der Transport eines Gemeinschaftswerkes aus dem Bildhauer-Symposium in die Via Vinea in Sprendlingen. Treffpunkt für die Begleitung ist das Hofgelände Demmer.

Zum "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 12. September, erfreuen die Künstler der Region Interessierte mit einer Fülle von Angeboten. Von 12 bis 18 Uhr locken die "Offenen Ateliers" Jörg Baltes (Sprendlingen, Gau- Bickelheimer Straße 12), Claudia Geuss (St. Johann, Kirchplatz 4), Uwe Gerok-Reiter (St. Johann, Marktstraße 6) und Christine Thuns (St. Johann, Hindenburgstraße 45) mit interessanten Ansichten. Eine Ausstellung im Kunsttresor in der ehemaligen Sparkasse in Sprendlingen zeigt die Ergebnisse des Bildhauer-Symposiums und Werke von Peter Lügens und Ernst Demmer.

Die Galerie unterm Maulbeerbaum in der Hauptstraße 31 (Badenheim) zeigt ab 16 Uhr eine Finissage der Ausstellung von Jennifer Scales "Der Weg ist das Ziel". Zum Abschluss der Sommersaison "Rheinhessen für Entdecker" erzählt Stefanie Jung, wie ihr Reise- und Kulturführer entstanden ist. Mit Badenheimer Wein und einer "Wegzehrung" für Jung und Alt kostet der Eintritt für Erwachsene acht Euro.

Ebenfalls zum "Tages des offenen Denkmals" bietet die Interessengemeischaft in der in Renovierung befindlichen Johanniskirche stündlich Führungen an. Treffpunkt ist ab 13 Uhr auf dem Kirchplatz in St. Johann.

Zu einer Autorenlesung bittet Reiner Engelmann. Er liest von 12 bis 18 Uhr im Museum Sprendlingen (St. Johanner Straße) aus "Kinder: ausgegrenzt und ausgebeutet", einer Erzählung über Straßenkinder in Ruanda. Die Ruanderin Bernardine Dattke begleitet ihn dazu mit Kinderliedern aus ihrem Heimatland.


Kunstinitiative 2010 der IG Wißberg - 30.08.2010

Alljährlich finden mehr interessante und hochwertige Veranstaltungen statt, als man besuchen könnte. Bezogen auf das künstlerische Potential der Region rund um den Wißberg gibt es aber noch kein Forum, keine Übersicht, keinen künstlerischen Austausch der kulturell Schaffenden untereinander. Vor diesem Hintergrund möchte die im letzten Jahr ins Leben gerufene Initiative LandRaum Wißberg ein Forum schaffen. Um diesbezügliche Ideen und Möglichkeiten miteinander zu teilen. Mit den nachfolgenden Veranstaltungen möchten wir erneut einen hochwertigen Beitrag am Tag des offenen Denkmals leisten und einen ersten Schritt in Richtung kultureller Vernetzung im LandRaum Wißberg tun. Hierzu laden wir alle künstlerisch Schaffenden und alle an Kunst Interessierte herzlich ein.

Veranstaltungen

Sonntag 5. Sept. / 15:00 Uhr - "Kunst auf der langen Bank"

Künstlertreffen mit Diskussionen über die Wahrnehmung der KünstlerInnen im ländlichen Raum. Impulse für einen künstlerischen Austausch in der Region für die kommenden Jahre.

Referat: Dr. Richard Auernheimer

Ort: St. Johann, Kirchplatz 9, Hof von Iris Schröder und Robert Dieth

Freitag 10. Sept. / ab 10:00 Uhr - Kleines Bildhauer-Symposium - "Dabeisein"

Möglichkeiten für Schulklassen und Interessierte, den Bildhauern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen.

Künstler: Ernst Demmer, Sprendlingen. Peter Lütgens, Barsinghausen

Ort: Sprendlingen , Schulstraße (gegenüber der VG Sprendlingen-Gensingen, Hofgelände von Ernst Demmer Anmeldung für größere Gruppen unter 06701-8288

Samstag, 11. Sept. / 15:00 Uhr

Transport eines Gemeinschaftswerkes aus dem Bildhauer-Symposium in die Via Vinea, Sprendlingen.

Treffpunkt für die Begleitung des Gemeinschaftwerkes (Hofgelände Demmer, s.o.)

Sonntag, 12. Sept. / 12:00 - 18:00 Uhr - "Offene Ateliers"

Atelier Jörg Baltes

Sprendlingen, Gau-Bickelheimer Str. 12

Atelier Claudia Geuss

St. Johann, Kirchplatz 4

Atelier Uwe Gerok-Reiter

St. Johann, Marktstraße 6

Atelier Christine Thuns

St. Johann, Hindenburgstraße 45

"Ausstellung im Kunsttresor"

Vernissage, Ergebnisse des Bildhauer-Symposiums

Werke von Peter Lügens und Ernst Demmer

Sprendlingen, St. Johanner Str. (ehem. Sparkasse)

"Galerie unterm Maulbeerbaum"

Vernissage der Ausstellung von Jennifer Scales "Der Weg ist das Ziel" Zum Abschluss der Sommer -Saison: "Rheinhessen für Entdecker" Stefanie Jung erzählt, wie ihr Reise- und Kulturführer entstanden ist. Denn: Man sieht nur, was man weiß". Dieses Goethe Zitat gilt gleichermaßen für Touristen, wie der Neubürger- und letztlich auch für die alteingesessenen Rheinhessen. Mit Badenheimer Wein und einer Wegzehrung" für Jung und Alt.

Ort: Badenheim, Hauptstraße 31

Zeit: 16:00 Uhr

Eintritt: 8.-Euro, Kinder frei.

"Tages des offenen Denkmals"

Kirchenführungen in der in Renovierung befindlichen Johanniskirche (stündlich).

Kaffe und Kuchen vor der Kirche

Ort: St. Johann, Kirchplatz

Zeit: ab 13:00 Uhr

Autorenlesung

Reiner Engelmann liest aus: "Kinder: ausgegrenzt und ausgebeutet" - eine Erzählung über Straßenkinder in Ruanda, Bernardine Dattke (Ruanderin) begleitet ihn dazu mit Kinderleidern aus ihrem Heimatland.

Ort: Museum Sprendlingen, St. Johanner Str.

Zeit: 12:00 - 18:00 Uhr

Interessengemeinschaft Wißberg e.V.

Heinz-Werner Hammen

Tel: 0160-97556471


Kunst und Kürbis - 13.10.2009

Allgemeine Zeitung (edw)

WISSBERG - Sieben Gemeinden richten Herbstfest aus

Herbstfest auf dem WissbergKürbisse, Gestecke, herbstliche Deko-Arrangements - die Besucher des Bauernmarktes hatten die Qual der Wahl. Foto: Edgar Daudistel

GAU-BICKELHEIM / ST. JOHANN (edw). Der Wißberg ist wohl der attraktivste der 1000 Sonnenhügel Rheinhessens. Von hier hat man einen Panoramablick, der seines Gleichen sucht. Gerade im Herbst zeigt sich ein buntes Bild von Weinbergen und Feldern. Das Herbstfest mit einem kleinen Bauernmarkt bot da noch die optimale Ergänzung. Im Innenhof des Golfclubs in St. Johann präsentierte man den vielen Gästen aus nah und fern ein abwechslungsreiches Angebot, von dem selbst die neue Rheinhessische Weinkönigin Sina Listmann aus Dorn-Dürkheim sehr angetan war. Mit den Worten von Franz Werfel "Der Nebel steigt, es fällt das Laub; schenk ein den Wein, den holden!" fand die 22 Jahre junge Weinmajestät den richtigen Einstieg. Sie lobte die Zusammenarbeit der sieben Anliegergemeinden des Wißbergs, die sich zur Interessengemeinschaft Wißberg zusammengeschlossen haben. Die Angebotsvielfalt erstreckte sich von kunstgewerblichen Gegenständen über Obst, Honig ja sogar Fruchtsaft bis hin zu Räucherfischen.

Beim Herbstmarkt stand jedoch nicht nur der Verkauf im Vordergrund. Eine Vielzahl der Aussteller informierten die Besucher über ihre Produkte. So konnte man vom Sprendlinger Imker Franz Wassermann erfahren, welche Aufgaben ein Imker bewältigen muss, bevor ein Honig geerntet werden kann. Die Mitarbeitern des Hauses für Gesundheit aus Wallertheim betreuten die Besucher mit besonderen Massagen. Kunstinteressierten wurde eine Vielzahl von zeitgenössischer Kunst in den Räumen des Golfhotels dargeboten.

Hans Werner Hammen, IG-Vorsitzender, war zufrieden. Geht es nach ihm, soll das Event auch in nächsten Jahren stattfinden.


Verborgene Schätze - 14.09.2009

Allgemeine Zeitung Text: Bernhard Brühl

WISSBERG Kulturinitiative stellt am Tag des offenen Denkmals "LandRaum" vor

Kunstwerke rund um den WissbergZahlreiche Kunstwerke konnten gestern rund um den Wißberg besichtigt werden. Bild: Edgar Daudistel

14.09.2009 - SPRENDLINGEN

Wer einmal von der Kreuzkapelle oder vom "Rundidum" aus einen Blick auf die rheinhessische Landschaft genossen hat, kennt den Zauber des Wißbergs und die Einzigartigkeit dieses "LandRaumes". An historischen Orten des Genusses verborgene Schätze rund um dem Wißberg entdecken war das Motto einer Veranstaltung der Kulturinitiative LandRaum Wißberg am Tag des offenen Denkmals.

Bei der Eröffnung sagte der Landrat des Kreises Alzey-Worms, Ernst Walter Görisch: "Denkmalschutz muss Erhaltenswertes konservieren und die Vergangenheit lebendig werden lassen." Landeskonservator Dr. Joachim Glatz wies darauf hin, dass Denkmäler mehr als eine Kulisse seien. "Eine Ruine regt die Phantasie an, sich die Anlage in unzerstörter Form vorzustellen."

In diesem Jahr kam neben den geöffneten Denkmälern hinzu, dass die Kulturinitiative "LandRaum" der IG-Wißberg ihr Pilotprojekt der Öffentlichkeit vorstellte. Das Projekt soll zeigen, welches Potential an Kultur, geistiger Nahrung und kreativen Menschen rund um den Wißberg lebt. Heinz-Werner Hammen, der erste Vorsitzende der IG-Wißberg meinte: "Der LandRaum Wißberg soll eine Marke werden, was aber nur mit Hilfe aller Einwohner der sieben Wißbergbergmeinden gelingen kann."

Hammen lobte die Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Main, Künstlern und Partnern aus der Wirtschaft die das Projekt mit auf den Weg gebracht hätten.

Einer der Schätze am Wißberg ist sicherlich die Kreuzkapelle in Gau-Bickelheim. Inmitten der Weinberge liegt der von dem Mainzer Architekten Ludwig Becker von 1907 bis 1910 in romanisierendem Jugendstil errichtete kreuzförmige Sandsteinquadersaalbau mit Vierungsturm, Vorhalle und Außenkanzel. Hier zeigten das Mainzer Künstler Ehepaar Sieglinde und Guido Ludes ihre Werke. Sieglinde Ludes präsentierte eine Bodeninstallation zum Thema "LandRaum - Strukturen" aus ihrem Projekt Mauerstücke. Gudio Ludes zeigte jüngste Fragmente seines Projekts "Rheinhessische Landschaft" in den Techniken Malerie und Originalgrafik.

Bildhauer R.F. Schmidt aus Gau-Bickelheim informierte in seinem 1565 erbauten spätgotischen Wohnhaus über die Restaurierungsarbeiten und die handwerkliche Anfertigung einer Brunnenfront aus gelbem Sandstein in Renaissanceformen. "Lehrer, Schüler, Freunde", so hieß die Kunstausstellung in der ehemaligen Synagoge Sprendlingen. Der Sprendlinger Zeichner Jörg Baltes hatte dazu 13 Künstler eingeladen. Sie präsentierten eine hochkarätige Ausstellung von Gemälden, Plastiken, Grafiken und Zeichnungen die zeigte, dass der "LandRaum" voller Überraschungen steckt.

Einer der Künstler ist Professor Hermann von Saalfeld aus Ingelheim. Seine Zeichnungen sind oft geprägt von seiner Kindheit und Jugend im nationalsozialistischen Deutschland. "Der Onkel ist alt und krank" sagt in einer Zeichnung ein Vater zu seinem Sohn. als er einen Mann sieht der stolz das Hakenkreuz auf seinem Hemd präsentiert.

Das "Corporate Identity" zum LandRaum Wißberg, das die Studenten der Hochschule Rhein Main entwickelt haben, gab es in der Wißberghalle zu sehen. Stefan Pach regte dabei zum Thema Weinetiketten ein gemeinsames Flaschenlabel an. Ebenso vorstellbar sei die Ausschreibung eines Etikettenwettbewerbs durch die IG-Wißberg. Auch eine Weinglasmesse und Weinpatenschaften sind nach Meinung der Studenten vorstellbar. Ein "Muss" ist für die Studenten ein gemeinsames Weinfest der sieben Wißberggemeinden.

Weitere Veranstaltungen der Kulturinitiative LandRaum Wißberg gab es auch in St. Johann und von den Landfrauen Sprendlingen im Kräutergarten auf der Via Vinea.


Neues Logo für Wißberg - 24.07.2009

Allgemeine Zeitung Text: Bernhard Brühl

LANDRAUM Studenten stellen Konzept vor


Landraum WissbergEine stilisierte Version des Wißbergs soll künftig die sieben Gemeinden am Fuß des Berges präsentieren

SPRENDLINGEN. Genau 271 Meter ist er hoch - der Wißberg. Wer einmal vom neuen Gipfelkreuz oder vom "Rundidum" aus einen Blick auf die rheinhessische Landschaft genossen hat, kennt den Zauber dieses Berges. Manchmal genügt es auch nur ein paar Löcher auf dem Golfplatz zu spielen, um die Einzigartigkeit dieses "LandRaumes" kennen zu lernen. Von den Sonnenuntergängen ganz zu schweigen. Die sieben Gemeinden Gau-Bickelheim, Gau-Weinheim, Sprendlingen, St. Johann, Vendersheim, Wallertheim und Wolfsheim, die alle am Fuß des Wißbergs liegen, haben sich im Mai 2006 zur der "Interessengemeinschaft Wißberg" (IG Wißberg) zusammengeschlossen. In diesem Jahr kam es erstmalig zu einer Kooperation mit der Fachhochschule Wiesbaden und Künstlern der Region. Im Fokus stand die Entwicklung eines Kulturkonzeptes, das die sieben Gemeinden vernetzt.

Erste Ergebnisse präsentierten jetzt Professor Guido Ludes und seine Kommunikationsdesignstudenten bei einer Veranstaltung in der Sprendlinger Wißberghalle. "Wie vermarkten wir ein Juwel? Wie installieren wir eine Marke Kulturinitiative Wißberg?" Dafür entwickelten die Studenten eine passende "Corporate Identity" mit Logo und Erscheinungsbild.

Regionale Produkte stärken

Es ist, so die Aussage der Macher, eine stilisierte künstlerische Interpretation des Wißbergs. Die sieben Gemeinden sind integriert und die auf dem Wißberg vorkommenden Farben sind ebenfalls vertreten

Aus dem Logo heraus ergibt sich ein variables Zeichen, in dem ebenfalls die sieben Wißberg-Gemeinden farblich vorkommen. Logo und Zeichen können nach Ansicht der Hochschulexperten natürlich bei T-Shirts, Kappen, Schlüsselbändern und ähnlichen Werbeartikeln eingesetzt werden. "Den Einsatz des Zeichens könnten wir uns auch gut neben den Ortsschildern vorstellen", meinen die Studenten.

Natürlich sind Logo und Zeichen für eine Vermarktung nicht ausreichend. Die Region um den Wißberg biete eine reiche Auswahl an Produkten wie Essen, Sport, Kultur, Wein. Sie gelte es, so der Vorschlag der Studenten, zu finden und als Marke zu kommunizieren. Als Beispiel präsentierten die Fachhochschulexperten das Produkt "Kulinarisches". "Wir müssen Produktlinien wie Öle oder Marmelade erarbeiten", so Professor Ludes. Alle Produkte sind natürlich mit dem Logo versehen und entsprechend verpackt

Sieben Gemeinden dabei

Der nächste Schritt heißt dann: Wo präsentieren wir diese Produkte? Restaurants, Winzerhöfe, Wochenmärkte sind für die Studenten mögliche Verkaufsorte. Mit dem Wort "LandRaum" verbunden sind Aktivitäten einer Gruppe von Künstlern, Designern und Zeichnern. Hier arbeitet die IG Wißberg mit Jörg Baltes (Sprendlingen), Robert Dieth und Iris Schröder (St. Johann) und dem Mainzer Ehepaar Ludes zusammen. "Wir wollen mit diesem Projekt zeigen, welches Potenzial an Kultur, geistiger Nahrung und kreativen Menschen am Wißberg bereits vorhanden ist. Entscheidend ist, dass all die Möglichkeiten, die uns heute aufgezeigt wurden, mit Leben erfüllt werden", sagte der 1. Vorsitzende der IG Wißberg Heinz-Werner Hammen (Schornsheim).

In der Diskussion wurde von den Vertretern der Wißberggemeinden gewünscht, dass im neuen Logo als Unterzeile noch das Wort Rheinhessen eingefügt wird. Ein digitaler Schaukasten soll auf die jeweiligen Aktivitäten in den sieben Gemeinden hinweisen. "Bei allem was wir vorhaben, sollten wir jedoch nicht vergessen, die Menschen mitzunehmen", mahnt der Wolfsheimer Ortsbürgermeister Hans Holzmann. Optimistisch was die gewünschte Vernetzung der Gemeinden angeht, zeigte sich auch Markus Conrad, Bürgermeister der VG-Wörrstadt.


Erlebniswelt soll entstehen - 18.06.2009

Allgemeine Zeitung Text: Conny Haas

Interessengemeinschaft Wißberg bringt Konzept voran


WISSBERG. Seit Mai 2006 gibt es die Interessengemeinschaft Wißberg (IGW) zur Belebung des Tourismus in der Region. Das Gesamtkonzept steht seit geraumer Zeit, was bisher fehlte, war die Finanzierung. Doch jetzt scheint Bewegung in die Sache zu kommen.

Foto St. JohannMit 270 Metern zählt der Wißberg zu den höchsten Erhebungen Rheinhessens, die Interessengemeinschaft will mit vielfältigen Aktivitäten nicht nur die schöne die Landschaft besser vermarkten als bislang. Hier hat unser Fotograf einen ungwöhnlichen Blick auf St. Johann eingefangen. Foto:LANDRAUM/dieth.com

"Die Leaderorganisation Rheinhessen-Zellertal hat unser Gesamtkonzept genehmigt und möchte, dass es in das europaweite Förderprogramm aufgenommen wird. Jetzt fehlt nur noch die Zustimmung der ADD Trier", freut sich Vorsitzender Heinz-Werner Hammen aus Schornsheim.

Die Initiatoren der IGW, die Bürgermeister der sieben Gemeinden Sprendlingen, St. Johann, Gau-Bickelheim, Gau-Weinheim, Vendersheim, Wallertheim und Wolfsheim, wollen gemeinsam die touristische Infrastruktur verbessern. Mit gezielten Investitionen soll die "Erlebniswelt Wißberg" zu einem Qualitätsbegriff in Rheinhessen werden. In das Konzept integriert ist unter anderen die Errichtung einer Vinothek am Wißberg. In den nächsten Tagen soll auch das Logo der Initiative Wißberg fertig sein - hierfür zeichnen Studenten der Fachhochschule Wiesbaden verantwortlich.

"Mit 270 Metern zählt der Wißberg zu den höchsten Erhebungen im Rheinhessischen Wein- und Hügelland. Auf der Höhe gibt es traumhafte Rundblicke in die Region, über das rheinhessische Hügelland, zum Taunus, dem Odenwald und Donnersberg", preist Hammen die herrliche Lage des Wißbergs an. Außerdem gibt es bekannte Fundstellen für Tonscherben und fossile Muscheln aus der Hallstattzeit um 850 bis 500 vor Christi.

"All diese Dinge müssen besser vermarktet werden. Schließlich führt aus allen sieben Anrainerorten ein Weg zum Wandern auf den Wißberg", weiß Vorsitzender Hammen. Hinzu komme noch ein Panoramaweg auf dem Plateau, die 18-Loch-Golfanlage des Golfclub Rheinhessen und Metzlers Golfrestaurant, das sich bereits über die Grenzen des Wißbergs hinaus einen Namen gemacht habe.

"Wir sehen uns nicht als Konkurrenz der Tourismusorganisationen `Rheinhessische Schweiz", "Rheinhessische Toscana" und `Herzliches Rheinhessen´", erklärt Heinz-Werner Hammen. Vielmehr wolle die IG Wißberg die Organisationen unterstützen und mit ihnen zusammen Gutes für die Region tun.

Zur Präsentation der Arbeit der IG Wißberg ist eine Auftaktveranstaltung am "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 13. September, geplant, die von der IGW ins Leben gerufenen Kulturinitiative Wißberg ausgestaltet wird.


Kunst und Kreativität im Schatten des Bergs - 30.04.2009

Allgemeine Zeitung Text: Conny Haas

Wissberg Initiative entwickelt Kulturkonzept


GAU-BICKELHEIM. Ein Kulturkonzept für die sieben Gemeinden Gau-Bickelheim, Gau-Weinheim, Sprendlingen, St. Johann, Vendersheim, Wolfsheim und Wallertheim entwickeln, das ist das Ziel der Kulturinitiative Wißberg. Die Ergebnisse werden an der bundesweiten Kulturinitiative Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, präsentiert.

Ins Leben gerufen wurde die Initiative Wißberg von der Interessengemeinschaft Wißberg in Verbindung mit namhaften Künstlern der Region. Als Kooperationspartner stehen Volker Gallé (Mauchenheim), Bernhard Metzler (Hackenheim), die Landfrauen Sprendlingen, der Golfclub Rheinhessen (St. Johann) und die Fachhochschule Wiesbaden zur Seite. Letztere bringt sich in besonderem Maße in die Arbeit ein. Zusammen mit ihrem Professor Guido Ludes werden sechs Studenten der Fachrichtung Kommunikationsdesign, unter ihnen auch Gaststudenten aus dem Ausland, zunächst ein Corporate Identity (Leitbild und Logo) für die Kulturinitiative Wißberg entwerfen. Die Alleinstellungsmerkmale der Gemeinden am Wißberg herausgearbeitet werden. Dabei steht die Entdeckung der Menschen mit ihren kulturellen Fähigkeiten "Helden, Spezialisten, Wissenschaftler, Künstler uws." als Leitgedanken im Vordergrund.

Parallel dazu erarbeiten die in der Kulturinitiative mitwirkenden Künstler das Pilotprojekt "LandRaum". Diplomzeichner Jörg Baltes (Sprendlingen), die Diplomfotodesigner Robert Dieth und Iris Schröder (St. Johann), Professor für Kommunikationsdesign Guido Ludes (Mainz), dessen Frau und Diplomkünstlerin Sieglinde Ludes wollen dabei aufzeigen, welches Potential an Kultur, geistiger Nahrung und kreativen Menschen am Wißberg vorhanden sind. Kultur ist mehr! Kultur ist alles, was der Mensch selbst gestaltend vorbringt. Kultur ist Essen, ist Technik, ist Kunst, fasste Vorsitzender Heinz Werner Hammen in einem Gespräch mit der AZ zusammen.

Um ein Zeichen für synergetische Vernetzung zu setzen, plant die Kulturinitiative Wißberg ihre Auftaktveranstaltung in die Kulturinitiative "Tag des offenen Denkmals" zu integrieren. Bei der Veranstaltung soll dargestellt werden, dass die Gemeinden am Wißberg eine bedeutende Kultur haben. Diese gilt es zu entdecken und zu kommunizieren. Die Besucher sollen zum einen die klassische Architektur kennen lernen, aber auch Kunst und Kultur entdecken und selbst die Wanderer können auf ihre Kosten kommen, umschreibt Robert Dieth die Idee der Kulturinitiative. Das Rahmenprogramm für die Auftaktveranstaltung steht Ergänzungen werden noch vorgenommen. Diplomfotodesigner Dieth und Schröder sowie Diplomzeichner Baltes öffnen nicht nur ihre Ateliers, es gibt auch eine besondere Fotoausstellung in der Johanniskirche, die Projektgruppe der Fachhochschule Wiesbaden präsentiert ihre Ergebnisse in der Wißberghalle, Künstler aus Rheinhessen und Umgebung stellen ihre Werke in der Synagoge (Sprendlingen) aus, ergänzt durch literarisch-musikalische Zwischenreden von Volker Gallé. Und auch in der Kreuzkapelle Gau-Bickelheim werden Zeichnungen, Malereien und künstlerische Objekte zu sehen sein. Ergänzt wird das Programm durch erlebbare Kräuter auf der Via Vinea (Landfrauen Sprendlingen) und kulinarische Genüsse aus Rheinhessen im Golf-Restaurant Metzler.


Frühlingsfest der IG Wißberg - 12.05.2008

Nachrichtenblatt VG Wörrstadt, 23.05.2008 - Titelblatt

Text/Foto: H.-W.-H.

Frühlingsfest der IG Wißberg - 12.05.2008


Bei herrlichem Sommerwetter fand das Frühlingsfest der Interessengemeinschaft Wißberg auf dem Plateau des Wißberges statt.

Ca. 500 Personen kamen am Pfingstmontag auf die 270 Meter hohe Erhebung im Zentrum von Rheinhessen. Die aus den umliegenden Gemeinden kamen, benutzten die Wanderwege der IG Wißberg. Bei Wein und Steaks fanden sich schnell gesellige Runden.

Die Gäste aus Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach, aber auch aus Bad-Kreuznach genossen den herrlichen Weitblick über das gerade in der jetzigen Zeit so reitzvolle Rheinhessen.

Gerade junge Familien genossen den Tag mit Ihren Kindern und kamen in Gruppen zum "Frühlingsfest"


Bei Gartenschau vertreten - 18.04.2008

Allgemeine Zeitung Alzey, 18.04.2008 - Vereinsleben

red. GAU-BICKELHEIM/VG WÖRRSTADT

Gut die Hälfte der inzwischen auf 73 Mitglieder angewachsenen Interessengemeinschaft Wißberg (IG) trafen sich im Gau-Bickelheimer Bürgerhaus zur ersten Versammlung im neuen Jahr. Vielerorts, werde bestaunt, was sich da auf einer der schönsten Erhebungen in Rheinhessen seit der Gründung im Mai 2006 so alles tue, dankte Vorsitzender Heinz Werner Hammen allen Helfern und Unterstützern.

Neun Vorstandssitzungen, viele Besprechungen und mindestens ein Treffen pro Monat habe der Vorstand absolviert, um zwei größere Veranstaltungen und einen Teil der geplanten Projekte zu realisieren. Während zum "nassen Vatertag" 2007 immerhin 270 Besucher kamen, ließen sich 3000 Gäste das in Kooperation mit dem Golf-Club und -Hotel durchgeführte Herbstfest nicht entgehen. Dank vieler Ausstellungen, dem Jagdbläserchor, den Drehorgelmusikanten und leckerer rheinhessischer Spezialitäten wurde das Herbstfest ein Riesenerfolg. Dank einer Firma aus St. Johann, die Bilder für die Titelseite zur Verfügung stellte, konnte inzwischen eine Wanderkarte rund um den Wißberg gedruckt werden, die bei den Ortsgemeinden erhältlich ist. Als dritten und letzten Schritt zum Projekt Wanderwege sollen in allen Anrainergemeinden an markanten Punkten Vitrinen mit Übersichtsplänen aufgestellt werden, wofür bereits Zuschüsse beantragt wurden. Um ein Gesamtkonzept für die Zukunft zu erstellen, das offiziell förderungswürdig ist, hat die IG zudem ein entsprechendes Planungsbüro beauftragt. Erwin Gottschlich aus Gau-Weinheim erklärte sich bereit, im Internet unter www.wissberg-ig.de ein Seite einzurichten und zu pflegen. Sofern IG-Mitglieder eine eigene Homepage betreiben, können sie diese mit der Wissberg-Seite verlinken, wünscht sich der Vorstand.

Die erste Veranstaltung 2008 wird am Pfingstmontag, 12. Mai, auf dem Wißberg stattfinden. Auch auf der Landesgartenschau in Bingen wird die IG am 9. August vertreten sein.


Ideen für eine "Erlebniswelt Wißberg" 27.12.2007

IG denkt mit Anrainer-Gemeinden über "Küstenwanderweg" und Webcam nach

Von Bernhard Brühl, Allgemeine Zeitung, 24.12.2007

SPRENDLINGEN Wie soll das Projekt "Erlebniswelt Wißberg?" vorangebracht werden. Dies war das Thema eines Workshops der IG Wißberg in Sprendlingen mit Vertretern der sieben Anrainergemeinden des Wißbergs.

Die touristische Vermarktung des Wißbergs war Thema eines Workshops. Bild rechts: hbz/Michael Bahr weinberg-am-wissberg.jpg

Heinz-Werner Hammen, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft begrüßte dazu Christiane Hicking vom gleichnamigen Planungsbüro und Winfried Kuhn vom Landesamt für Geologie und Bergbau. "Was haben wir, was könnten wir haben, was wollen wir?, dies sind die Punkte, die wir im Workshop erarbeiten wollen", sagte Hammen zu Beginn der Veranstaltung.

Er berichtete, dass die IG Wißberg in die Leader-Förderung der EU aufgenommen wurde. In den Leader-Regionen sollen in den nächsten sechs Jahren durch EU-Gelder neue Strategien für eine positive wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum entwickelt und umgesetzt werden.

Winfried Kuhn erläuterte sein Konzept des geplanten Küstenwanderweges. "Vor 30 Millionen Jahren war Rheinhessen eine Küstenlandschaft. Die Spuren sind heute noch zu sehen, man muss sich nur das Meer noch dazu denken", sagte Kuhn. Daher sei der Name Küstenwanderweg passend. Ausgangspunkt der zirka 40 Kilometer langen Strecke ist das Naturdenkmal Trift in Alzey-Weinheim. Weitere Stationen sind zum Beispiel das Naturdenkmal Zeilstück, die Andesit-Steinbrüche, der Flonheimer Sandstein, die Kiesgrube Siefersheim, die Kliffstufe, der Ölberg und die Austernbänke bei Neu-Bamberg. Kuhn sprach von guten Gesprächen mit den Vertretern der betreffenden Gemeinden und war optimistisch, dass dieser Weg bald realisiert werden könnte. Eine Vernetzung mit dem "Tafelberg Wißberg" könne er sich sehr gut vorstellen.

"Erlebniswelt Wißberg - Vom Küstenwanderweg zum Tafelberg". Unter dieses Motto stellte Christiane Hicking ihre Ausführungen. "Um ein zündendes Tourismuskonzept zu entwickeln, sind verschiedene Handlungsfelder wie Weinerlebnis, touristische Entwicklung, Vernetzung, Beratung, Kultur und Identität zu beachten", sagte die Planerin. "Wie nimmt man den Wißberg wahr, was steckt dahinter, wie kriegt man den Gast hierher, wie bekommt die Erlebniswelt Wißberg ein Gesicht? Als ich zum Beispiel zum ersten Mal auf dem Wißberg die phantastische Aussicht genießen konnte, bekam ich eine Gänsehaut", schwärmte die Planerin vom zweithöchsten Berg Rheinhessens. Besonders zu beachten sei der demographische Wandel. So habe sie in den Orten viele leer stehende Gebäude gesehen. Schön wäre es, wenn man diese alten Gebäude zu Ferienwohnungen ausbauen könnte.

In verschiedenen Gruppen erarbeiteten danach die Teilnehmer des Workshops anhand von zehn konkreten Aufgaben Bausteine für die Erlebniswelt Wißberg. Bei diesem "kreativen Spinnen" wurde etwa von Sprendlingen vorgeschlagen, auf dem Wißberg eine Webcam zu installieren.

Der Wolfsheimer Ortsbürgermeister Hans Holzmann regte an, die Ortsschilder mit dem Zusatz "Wißberggemeinde" zu versehen. Wallertheim schlug die Einrichtung von persönlichen Anlaufstellen für Touristen vor. Zielgruppe allen Handels sollten auch wir selber sein, hieß es aus St. Johann. "Wir müssen ein Konzept entwickeln, das seinen eigenen rheinhessischen Charakter behält. Unsere Landschaft darf nicht verkauft werden."


Golfspielen neben dem Bauernmarkt - 16.10.2007

Herbstfest auf dem Wißberg lockt viele Besucher mit breit gefächertem Angebot

Von Thomas Jakobi, Allgemeine Zeitung, 16.10.2007

GAU-BICKELHEIM Reges Treiben herrschte am Samstag auf dem Wißberg, denn der Golfclub Rheinhessen, das Golfhotel und die Gaststätte Metzler hatten in Zusammenarbeit mit der IG Wißberg zum Herbstfest eingeladen.

Aussteller aus der Region zeigten ihre Produkte auf dem Gelände des Golfclubs auf dem Wißberg. Golfclub Rheinhessen, das Golfhotel und die Gaststätte Metzler hatten in Zusammenarbeit mit der IG Wißberg zum Herbstfest eingeladen. Foto rechts: Axel Schmitz bauernmarkt-2007.jpg

Zwar widmeten sich am sonnigen Samstagnachmittag auch einige Besucher dem Golfsport auf dem Platz, die meisten interessierten sich jedoch für den Bauernmarkt. Äpfel, Essig, Kürbisse, viel Herbstliches gab es zu bestaunen. Der Flonheimer Dieter Schnell stellte seine 37 selbst hergestellten Essigsorten vor. Von Riesling- über Apfel- bis Orangenessig durfte alles probiert werden. "Früher war es ein Hobby, jetzt betreibe ich die Essig-Herstellung seit zwei Jahren sehr intensiv", erklärte Schnell. Neben den Essigen bot er auch Aperitifs auf Essigbasis zum Verkauf an.

Ein wahrer Publikumsmagnet war die rollende Waldschule vom Landesjagdverband. Mit Präparaten von Dachs, Habicht und Co. versuchte der Hegering Sprendlingen, den Zuschauern die heimische Tierwelt nahe zu bringen. Die kleineren Besucher bemühten sich, bei den Tastspielen jeweils eine Fellprobe dem richtigen Tier zuzuordnen.

Bei einem Spaziergang durch die Weinberge, die in herbstlichen Farben erstrahlten, ließ sich das sonnige Wetter genießen. Ein Glas Rheinhessensekt oder -wein ließen sich die meisten nicht entgehen. Viele Besucher, so schien es, waren auf den Wißberg gekommen, um im Freien ihr Mittagessen zu sich zu nehmen. Dabei verzichteten viele auf einen Spaziergang und bestritten die Bergetappe lieber mit ihrem Auto, sodass es sowohl auf den Feldwegen als auch auf den Parkplätzen eng wurde.

Viele Golf-Neulinge interessierten sich für den Ballsport und nahmen an einem der drei Schnupperkurse teil, die der Golfclub Rheinhessen anbot. Bevor es an das Spiel mit dem Ball ging, galt es für die Teilnehmer ein paar "Trockenübungen" zu absolvieren. Unter der fachmännischen Anleitung von Christian Rusch musste jeder mit einem Schläger zunächst die richtige Schlagtechnik erlernen. "Wir bieten diese Schnupperkurse für Interessierte an, die noch nie Golf gespielt haben", so der Jugendtrainer in spe. Später durften die Golf-Anfänger ihre Pyramide aus Golfbällen ins weite Feld verschießen. Wie das Training eines Golfers aussieht, wenn er nicht auf dem Grün steht, zeigte Thomas Weller. Der Physiotherapeut betreut den Nationalkader des deutschen Golfteams. "Wie bei den meisten Sportarten erfährt auch beim Golfen der Körper eine einseitige Belastung", erklärte Weller. Was man als Golfer dagegen tut, konnte man an Geräten wie Schaukelbrett und Schwungstab selbst ausprobieren.

Wie aus alten Schätzen, zum Beispiel Weinfässer und Keltern, ein Möbelstück werden kann, zeigte Weinmöbelhersteller Gerd Plötz. Wer sich also am Freitag auf dem Wißberg mit Rheinhessenwein eindeckte, konnte das passende Weinregal gleich mit nach Hause nehmen.


Herbstfest zwischen Kürbissen und Golfschlägern - 05.10.2007

IG-Vorsitzender Heinz-Werner Hammen zum Bauernmarkt auf dem Wißberg/Herausgabe einer Wanderkarte nächstes Ziel der Gemeinschaft

Wiesbadener Tageblatt, 05.10.2007

RHEINHESSEN Zu einem großen Bauernmarkt auf der zweithöchsten Erhebung Rheinhessens lädt die IG Wißberg am Samstag, 13. Oktober, ein. Die AZ sprach mit dem IG-Vorsitzenden Heinz-Werner Hammen (Schornsheim) über Inhalt und Hintergründe des Marktes.

Interview

Der Bauernmarkt ist die erste große Publikums-Veranstaltung der IG Wißberg. Auf was dürfen sich die Besucher freuen?

Hammen: Ja, in der Tat ist das Herbstfest, verbunden mit dem Bauernmarkt, die erste große Veranstaltung auf dem Wißberg, die wir zusammen mit den drei auf dem Wißberg Agierenden, dem Golfclub Rheinhessen, Metzler´s Gasthof und dem Golfhotel ausrichten. Es werden neben zahlreichen Ständen auch Feuerwehrfahrzeuge bereitstehen. Ein Fahrzeug mit einer 30-Meter- Teleskop-Rettungsbühne. Wer seinen Hund mitbringt, kann bei der mobilen Hundeschule erfahren, wie er dessen "Mucken" beseitigen kann. Eine Walderlebnisschule ist da und es stehen drei Teams im Gesundheitsbereich bereit. Putt-Turniere und Schnupperkurse des Golfclubs runden die Aktionen ab.

Gibt es auch spezielle Angebote für Familien und Kinder?

Hammen: Wir sind sicher, dass mit dem Angebot des Golfclubs, Putt-Turnier und Schnupperkurs, nicht nur für die Kinder, sondern auch für Jugendliche und Eltern ein Angebot vorhanden ist.

Welches Ziel verfolgt die IG Wißberg mit dem Bauernmarkt?

Hammen: Wir möchten einem breiten Publikum diesen schönen Flecken in Rheinhessen präsentieren. Die sieben Anrainergemeinden haben diese Interessengemeinschaft letztlich gegründet, um den Wißberg touristisch zu erschließen und gemeinsam zu agieren. Uns war klar, dass wir dabei alle auf dem Wißberg mit einbinden müssen. So haben wir mit dem Vorstand des Golfclubs dieses Herbstfest mit Bauernmarkt ins Leben gerufen.

Wie kommt man am besten zum Bauernmarkt?

Hammen: Am besten zu Fuß. Aus jeder Gemeinde führen Wanderwege auf den Wißberg. Dort stehen aber auch 200 Parkplätze zur Verfügung, mit Zufahrt über St. Johann. Ein Shuttlebus ist nicht vorgesehen.

Was sind die nächsten Vorhaben der Interessengemeinschaft?

Hammen: Derzeit sind wir dabei, mit einem Planungsbüro einen Masterplan auszuarbeiten. Dazu werden auch Personen aus jeder Gemeinde eingeladen. Somit möchten wir das Alleinstellungsmerkmal der Gemeinden und des Wißberges herausarbeiten. Der Wanderkarte räumen wir die erste Priorität ein.

Bei der Eröffnung des Wanderwegenetzes gab es ja positive Signale seitens der Politik zur finanziellen Unterstützung Ihrer Pläne. Sind damit alle offenen Fragen, sprich Finanzlücken, geklärt oder gibt es weiteren Finanzierungsbedarf?

Hammen: Richtig. Bei der Eröffnung der Wanderwege und der anschließenden Präsentation der IG Wißberg wurden uns wirklich positive Signale von der Politik gegeben. Zuerst galt es das Defizit zu regulieren, welches von dem Verbandsgemeinderat der VG Sprendlingen-Gensingen mittlerweile positiv entschieden wurde. Für die Wanderkarten und Ortstafeln sind noch die Anträge zu stellen und der Rest muss finanziert werden. Für alle anderen Projekte müssen wir sehen, wie wir da voran kommen. Wir hoffen dabei weiterhin auf die Unterstützung der Politik.

Das Gespräch führte Thomas Ehlke


Traumhafte Blicke über das Rebenland - 21.09.2007

IG eröffnet Wanderwegenetz rund um den Wißberg/Panorama- und Geologieroute

Von Thomas Ehlke, Allgemeine Zeitung, 21.09.2007

RHEINHESSEN Mit 270 Metern ist der Wißberg die zweithöchste Erhebung Rheinhessens. Von ihm gibt es traumhafte Rundblicke in die Region. Das können nun auch Wanderer feststellen, denn die IG Wißberg eröffnete gestern offiziell ein Wegenetz von 36 Kilometern Länge.

Aus jedem der sieben Anrainerorte führt ein Weg auf den Wißberg. Hinzu kommt ein Panoramaweg auf dem Plateau, auf dem sich auch ein Golfplatz samt zugehörigem Hotel und Restaurant befinden, sowie eine Geologieroute. "Die Wege sind für den Spaziergänger genauso geeignet wie für den ambitionierten Wanderer, der eine Tagestour antreten möchte", verdeutlichte IG-Vorsitzender Heinz-Werner Hammen (Schornsheim). Ausgangspunkt sind jeweils zentrale Parkplätze und - falls vorhanden - die Bahnhöfe in den sieben Gemeinden.

435 Stunden Eigenleistung haben die Mitglieder und Helfer der 2006 gegründeten Interessengemeinschaft investiert, um die Strecken auszuschildern und des Wegenetz touristisch zu erschließen. Die Kosten für 296 Schilder und andere Sachleistungen beziffern sich auf 9370 Euro. Unter dem Strich klafft laut Hammen eine Finanzierungslücke von 960 Euro. Die könnte schon bald durch die VG Sprendlingen-Gensingen geschlossen werden, denn deren Bürgermeister Friedel Bess will dem VG-Rat vorschlagen, den ausstehenden Betrag zu begleichen.

Wie Bess sicherte auch der Mainz-Binger Landrat Claus Schick der IG Unterstützung bei der Realisierung der noch anstehenden Projekte zu. "Die Gemeinde Wolfsheim könnte einen Antrag über das Ehrenamts-Programm des Landkreises stellen", zeigte Schick einen Weg auf. Auch im Namen des Alzey-Wormser Kreisbeigeordneten Karlheinz Jürging dankte Schick der IG für deren "tolle Leistung". Die Wanderwege auf dem Wißberg trügen dazu bei, Rheinhessen bekannt zu machen. "Wir wissen alle, dass wir stolz auf Rheinhessen sein können, aber es braucht immer wieder neue Anregungen", meinte Schick.

Golfplatz, Kräutergarten, Panoramaweg, Via Vinea, Naturschutzgebiet - der Wißberg biete für jeden Geschmack etwas, machte Rheinhessens Weinprinzessin Kathrin Paukner deutlich. "Die IG Wißberg hat die Brücke über zwei Landkreise und drei Verbandsgemeinden geschlagen - das ist einmalig in Rheinhessen", lobte die Weinmajestät aus Gau-Odernheim den touristischen Zusammenschluss, während Ursula Schnell mit Versen von Schulrat Spang und anderen Heimatdichtern das Land der 1000 Rebenhügel pries.

Dass das Wanderwegenetz nur eine von vielen Ideen der IG ist, verdeutlichte Hammen beim Blick auf die nächsten Projekte. Dazu zählt die Herausgabe einer Wanderkarte ebenso wie Hinweistafeln an den Ausgangspunkten, Außenvitrinen und geologische Fenster an der Geologieroute. Nächste Veranstaltung auf dem Wißberg ist ein großer Bauernmarkt am 13. Oktober. "Für die Zukunft angedacht ist auch eine Marathonwanderung", wagte Hammen den Blick über den zeitlichen Tellerrand. Zu diesen Visionen gehören die Schaffung von Erlebnisinseln und Aussichtsplattformen sowie ein Absprungplatz für Paraglider.


Liberaler Rückenwind für Initiative - 01.06.2007

FDP Kreisverband Alzey- Worms Pressemitteilungen vom 01.06.2007

Von Thomas Ehlke, 01.06.2007

FDP-Landtagsfraktion will sich für IG Wißberg als touristisches Modellprojekt stark machen

GAU-BICKELHEIM Die FDP-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag will sich dafür einsetzen, dass die IG Wißberg zu einem landesweiten Modellprojekt wird. Damit einher gehen soll eine dem Modellcharakter entsprechende Förderung durch das Land. "Voraussetzung ist jedoch, dass die IG ihr Konzept in schriftlicher Form vorlegt", sagte Fraktionschef Herbert Mertin bei einem Gespräch mit den Verantwortlichen der Interessengemeinschaft im Golf-Hotel auf dem Wißberg. Das Treffen bildete den Abschluss einer Kreisbereisung der liberalen Landespolitiker.

IG-Vorsitzender Heinz-Werner Hammen verwies in seinem Porträt des vor Jahresfrist gegründeten touristischen Zusammenschlusses auf dessen kreisübergreifenden Charakter. Gemeinsames Ziel der Anliegergemeinden in den Kreisen Alzey-Worms und Mainz-Bingen sei es, den Wißberg im Zentrum des rheinhessischen Hügellandes als touristisches Erlebnisziel zu beleben. Mittlerweile habe die IG 67 Mitglieder, die jedoch keinen Beitrag zu zahlen bräuchten. Die Aktivitäten würden durch Zuwendungen der beteiligten Gemeinden und Verkehrsvereine finanziert. Unterstützung erfahre man auch von der Rheinhessen-Touristik und der Aufgaben- und Dienstleistungs-Direktion (ADD), wofür man dankbar sei. In der kurzen Zeit des Bestehens seien bereits Panoramaweg, Geologieroute und ein Wanderwege-Netz von insgesamt 36 Kilometern Länge ausgewiesen worden. Als nächstes Projekt soll eine Broschüre aufgelegt werden, der den Wanderern Orientierung und Informationen geben soll. "Außerdem plannen wir, an den Bahnhöfen und zentralen Parkplätzen Infotafeln für die Besucher", stellte Hammen weiter fest. Ein Problem sei derzeit noch, dass mittags und an Werktagen kaum ein Gastronomiebetrieb geöffnet habe.

Gau-Bickelheims Bürgermeister Peter Hollenbach unterstrich zudem das Ziel der IG, sich mit anderen regionalen touristischen Organisationen, wie etwa dem "Herzlichen Rheinhessen" oder dem Zweckverband "Rheinhessische Schweiz", zu vernetzen. "Wir sehen uns also mitnichten als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zum bestehenden Angebot", so Hollenbach.

FDP-Fraktionschef Mertin bezeichnete es als "herausragende Leistung", dass die IG Gemeinden über die Kreisgrenze hinweg zusammenführe, zumal der Tourismus auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Raumes spiele. "Rheinhessen ist die Region in Rheinland-Pfalz, die auf touristischem Sektor am meisten zugelegt hat.

Die IG Wißberg könnte dabei zu einem Vorzeigeprojekt für das Land werden", merkte Günter Eymael, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Landtag, an.

Kreisbeigeordneter Heribert Erbes und Ulrich Lind, Fraktionschef der Liberalen im Kreistag, unterstrichen in diesem Zusammenhang ihren Einsatz für die Schaffung einens Rheinhessen-Kreises. "Rheinhessen ist als Dachmarke installiert, aber die Gebietsreform holpert noch hinterher", so Erbes.


IG Wißberg zieht Bilanz - 07.03.2007

Quelle: Rhein Main Presse 2007

red. RHEINHESSEN Zur Mitgliederversammlung der IG Wißberg kamen viele der 67 Mitglieder ins Wolfsheimer Dorfgemeinschaftshaus. Dass sich seit der Gründung im Mai 2006 bereits einiges getan hat, war dem Bericht des Vorsitzenden Heinz-Werner Hammen zu entnehmen. Der Vorstand hatte sich achtmal getroffen, um das gemeinsame Ziel, den Wißberg im Zentrum des Rheinhessischen Hügellandes als touristisches Erlebnisziel zu beleben, voranzutreiben und stieß während der Gespräche mit Organisationen und Behörden auf sehr gute Resonanz.

Das erste Ziel, die Planung von Wanderwegen, einer Geologieroute und eines Panoramawegs, realisierte man aus Kostengründen in Eigenarbeit und konnte sie bis auf den Weg von Sprendlingen zum Wißberg und die Geologieroute, die in dieser Woche festgelegt werden, abschließen. Vorgesehen ist ebenfalls eine Beschilderung dieser Wege mit Wegweisern und Pfosten. Wo Pfosten stören würden, sollen rund 30 Beton-Palisaden aus dem Boden ragen. Vertreter der Gruppe "Die Grauen" aus Gau-Bickelheim erklärten sich bereit, diese Palisaden weiß zu streichen und mit Richtungspfeilen und Zahlen zu versehen. Die Finanzierung erfolgt durch Zuschüsse der drei Tourist- und Verkehrsvereine in der IG oder durch freiwillige Spenden etwa der Ortsgemeinden und der Bauern- und Winzervereine. Mitglieder, die bis Ende April beim Aufstellen der Schilder helfen, sind willkommen.

In den sieben Anliegergemeinden mit drei Bahnhöfen sollen zudem zehn große Hinweistafeln (je 500 Euro), teilfinanziert mittels Firmenwerbung, aufgestellt werden, um Touristen einen guten Übersichtsplan mit Hinweisen zu Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten zu bieten. Für die Geologiedaten und eine topografische Karte wären dem Vermessungsamt rund 500 Euro zu zahlen. Als weithin auch von der A 61 aus sichtbares Zeichen will die IG am Wißberg eine Schrift mit den Worten "Wißberg" und "Rheinhessen" anbringen.

Beschlossen wurde ein Fest am "Vatertag" am 17. Mai, der fast mit dem einjährigen Bestehen der IG (29. Mai) zusammen fällt, auf dem Wißberg. Der Vorsitzende erinnerte an die erste Sommer-Bob-Weltmeisterschaft an der "Via vinea" am 30. Juni.

Gewählt wurden Hilde Wetzler (Vendersheim) als Kassiererin, Heinz Mauer zum Schriftführer und Ferdinand Spang (beide Gau-Bickelheim) als Kassenprüfer.


Den "Goldschatz" Wißberg heben - 06.06.2006

IG Wißberg mit über 50 "Schatzsucher/innen" gegründet / Touristische Erschließung geplant

Wochenblatt Alzey - VENDERSHEIM (hr)

Seit rund einem Jahr liefen unter Führung von Heinz-Werner Hammen (Vorstand Verkehrsverein Herzliches Rheinhessen) die Vorbereitungen mit diversen Gesprächen, Treffen und Beratungen, die nun am 29. Mai zur Gründung der Interessengemeinschaft (IG) Wißberg führten. Unter Regie von Stefan Herzog (Rheinhessen-Info) als Wahlleiter bestimmten 18 Vertreter der Anrainergemeinden und der Touristik / Verkehrsvereine Rheinhessische Schweiz (Gau-Bickelheim), Herzliches Rheinhessen (VG Wörrstadt) und Rheinhessische Toskana (VG Sprendlingen-Gensingen) den ersten Vorstand mit Heinz-Werner Hammen als Vorsitzenden, seinen Stellvertretern Peter Hollenbach (ZV Rhh. Schweiz) und Jörg Bernhard (ZV Rhh. Toskana) sowie den Beisitzern Karl-Heinz Schnabel (Gau-Bickelheim, Vors. Bauernverein), Karl Werner Stumm (Gau-Weinheim, Vors. Winzerverein), Hans Bergmann (St. Johann, Bürgermeister BM), Karl-Heinz Weller (Sprendlingen, BM), Wolfgang Janson (Vendersheim, Mitbegründer), Heinz-Günther Hoch (Wallertheim, Vors. Bauernverein), und Hans Holzmann (Wolfsheim, BM). Die Beisitzer sollen in ihren Gemeinden kleine Arbeitsgruppen gründen und die im Vorstand ausgewählten Ziele und Projekte weitergeben. igw-bild-wochenblatt-20060606.jpg

Foto links: Der fast komplette Vorstand unter Vorsitz vom Heinz-Werner Hammen (3.v.r.) hofft auf viele aktive Mitglieder. (Foto: hr)

"Gegenstand der IG ist/sind die Erschließung und Schaffung einer touristischen Infrastruktur und die gemeinsame Vermarktung in Zusammenarbeit mit den drei Touristik/Verkehrsvereinen", heißt es in der Geschäftsordnung. Während der anschließenden Beitrittsversammlung in der Vendersheimer Goldberghalle erinnerte Stefan Herzog an das Rheinhessen-Forum in Alzey im vergangenen Herbst, wo die von der ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) Koblenz in Auftrag gegebene Studie und ihre Ergebnisse zum Tourismus in Rheinhessen vorgestellt worden waren. "Tourismus ist ein Wirtschaftsfaktor, der sich auf viele Gewerbezweige auswirkt und Arbeitsplätze schafft, die nicht in Billiglohnländer exportiert werden können", fasste er zusammen. Die neu gegründete IG kümmere sich um die Region rund um den Wißberg, die einen Teil des in Planung befindlichen Großprojektes (Erlebnis Weinkulturlandschaft Rheinhessen) und des damit verbundenen regionalen Angebots darstellen wird.

Ohne Mitglieder könne jedoch kein Vorstand etwas bewegen, freute sich Heinz-Werner Hammen, dass sich viele Interessenten eingefunden hatten und die IG mit über 50 Mitglieder/innen starten und an die Verwirklichung ihrer Ziele heran gehen kann.

Jede/r Bewohner/in der sieben Anrainergemeinden ist berechtigt, (beitragsfrei) der IG beizutreten und verpflichtet sich damit, mindestens drei Jahre lang an Aktivitäten und Zielen der IG mitzuwirken. Gefragt sind vor allem gute Ideen oder zu beseitigende Missstande, die natürlich auch Nicht-Mitglieder jederzeit vorbringen können. "Wein und Tourismus sind untrennbar miteinander verbunden", betonte der Vorsitzende die besondere Verpflichtung der Landwirte und Winzer, für eine die Gäste ansprechende (Natur-) Landschaft zu sorgen. "Mit dem Wißberg haben wir einen Goldschatz", forderte er die IG auf, diesen gemeinsam zu heben.

Der Anfang ist gemacht, doch damit der Wißberg zum Gold-Berg wird, muss noch einiges getan und verändert werden. Infos und Beitritt bei Heinz-Werner Hammen


Gemeinsam den "Schatz" heben - 29.05.2006

Interessengemeinschaft Wißberg gegründet

Allgemeine Zeitung Alzey - Von Torben Schröder

ALZEY-WORMS/VENDEHSHEIM "Mit dem Wißberg haben wir einen Goldschatz. Lassen Sie ihn uns heben." Dieser Appell von Heinz-Werner Hammen umfasst das Anliegen der neu gegründeten Interessengemeinschaft (IG) Wissberg, denen Konstituierung in der Vendersheimer Goldberghalle vollzogen wurde.

Die IG Wißberg ist ein Projekt lokaler Touristen- und Verkehrsvereine sowie der sieben Anrainergemeinden des Berges das vor etwa einem Jahr angestoßen wurde (die AZ berichtete). Im Einvernehmen der maßgeblichen Akteure und unter Mithilfe der Rheinhessen-Information so wie der Rheinhessenwein soll die IG der touristischen Nutzbarmachung des Wißberges dienen. Wörtlich heißt es in der Satzung: "Gegenstand der Interessengemeinschaft ist die Erschließung und Schaffung einer touristischen Infrastruktur und die gemeinsame Vermarktung"

Die Förderung des Wißberges als touristischer Anlaufpunkt liegt im Interesse vieler der ansässigen Winzer und Gastronomen aus betrieblichen Gründen, der Bürger, da ein erschlossener und auf Vordermann gebrachter Wißberg auch ihnen zugute kommt, und der Politiker, da infolge touristischer Zuströme Arbeitsplätze und Umsatz entstehen. So nimmt es nicht Wunder, dass bei der Beitrittsverhandlung eine Stunde nach Vereinsgründung bereits 50 Bürger eine Verpflichtung für drei Jahre (beitragsfreie) Mitgliedschaft unterzeichneten.

Bei der vorhergehenden Gründungsversammlung wurde Heinz-Werner Hammen als Erster Vorsitzender bestimmt. Der 62-jährige Rentner aus Schornsheim vom Verkehrsverein "Herzliches Rheinhessen" ist zusammen mit Rheinhessen-Informations-Geschäftsführer Stefan Herzog Antreiber des Projektes. Als Stellvertreter stehen ihm Peter Hollenbach als Vertreter des Touristvereins Rheinhessische Schweiz und Jörg Bernhard vom Touristverein Rheinhessische Toskana zur Seite. Alle sieben Gemeinden stellen je einen Beisitzer: Karl-Heinz Schnabel (Gau-Bickelheim), Karl-Werner Stumm (Gau-Weinheim), Hans Bergmann (Sankt-Johann), Karl-Heinz Weller (Sprendlingen), Wolfgang Janson (Vendersheim), Hans Holzmann (Wolfsheim), Heinz-Günther Hoch (Wallertheim), Kassenprüfer sind Philipp Espenschied und Karl-Heinz Zimmermann.

Bei der Beitrittsversammlung rührte Stefan Herzog kräftig die Werbetrommel. Man wolle "nicht noch mal bunte Bilder präsentieren, nicht noch mal auf Messen gehen", sondern "etwas machen und erhalten''. Allen Werbeinitiativen müsse die Verbesserung der Attraktivität des Beworbenen, also des Wißberges, vorausgehen, denn "ein begeisterter Gast ist der beste Multiplikator". Deshalb ist die erste geplante Maßnahme eine Ausweisung der Besonderheiten des Bodens und der angebauten Weine sowie der Fußwege auf dem Wißberg mittels Schildern und Tafeln.

Im Folgenden soll dann, so erklärte Hammen, ein großer Rundweg den Wißberg umschließen, mit weiteren Wanderwegen, allesamt beschildert und ausgewiesen. Irgendwann möchte sie selbst Touristenführer für den Wißberg ausbilden.

Zunächst geht es aber darum, die einzelnen Aktivitäten der Vereine und Gemeinden zu bündeln. Kontakt: Heinz-Werner Hammen


Gründungsversammung am 29. Mai in Vendersheim - 06.05.2006

Wochenblatt Alzey

VENDERSHEIM

In der Goldberghalle wird am 29. Mai die "Interessengemeinschaft Wißberg" gegründet. Sie setzt sich zusammen aus den Anrainergemeinden Gau-Weinheim, Gau-Bickelheim, Sankt Johann, Sprendlingen, Vendersheim, Wallertheim und Wolfsheim sowie den drei Tourist - und Verkehrsvereinen Herzliches Rheinhessen (VG Wörrstadt), Rheinhessische Schweiz (VG Wöllstein) und Rheinhessische Toscana (VG Sprendlingen-Gensingen).

Die Gründungsversammlung beginnt um 18.30 Uhr, um 20 Uhr beginnt die Beitrittsversammlung. Ziel der Interessengemeinschaft ist es, die herausragende Stellung und Bedeutung des Wißberges touristisch zu erschließen und somit den Fremdenverkehr im Zentrum von Rheinhessen über die Verbandsgemeindegrenzen hinweg zu fördern.

Mitglied in der IG Wißberg kann jeder werden, der in einer der Gemeinden seinen Wohnsitz hat oder Mitglied in einem der drei Tourist- und Verkehrsvereinen ist. Angesprochen werden neben Einzelpersonen insbesondere Winzer, Gastronomen, Hoteliers, Übernachtungsbetriebe, aber auch anderen Firmen und Geschäfte.


IG Wißberg entsteht - 06.05.2006

Allgemeine Zeitung Alzey

Blickpunkt

red. VENDERSHEIM

In der Goldberghalle von Vendersheim wird am Montag, 29. Mai, die "Interessengemeinschaft Wissberg" (IG) gegründet. Die IG Wißberg setzt sich zusammen aus den Anrainergemeinden Gau-Weinheim, Gau-Bickelheim, Sankt Johann, Sprendlingen, Vendersheim, Wallertheim und Wolfsheim, sowie den drei Tourist- und Verkehrsvereinen Herzliches Rheinhessen (VG Wörrstadt), Rheinhessische Schweiz (VG Wöllstein) und Rheinhessische Toscana (VG Sprendlingen-Gensingen).

Die Gründungversammlung beginnt um 18.30 Uhr, um 20 Uhr beginnt die Beitrittsversammlung. Ziel der Interessengemeinschaft ist es, die Stellung und Bedeutung des Wißberges touristisch zu erschließen und somit den Fremdenverkehr im Zentrum von Rheinhessen über die Verbandsgemeindegrenzen hinweg zu fördern. Mitglied in der IG Wißberg kann jeder werden, der in einer der Gemeinden seinen Wohnsitz hat oder Mitglied in einem der drei Tourist- und Verkehrsvereinen ist. Angesprochen werden neben Einzelpersonen insbesondere Winzer, Gastronomen, Hoteliers, Übernachtungsbetriebe, aber auch die anderen Firmen und Geschäfte, also alle, die sich für die Förderung des Tourismus einsetzen möchten.